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Old 6th September 2021, 12:43 PM   #7
corrado26
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I sent the foto to the Bergbaumuseum at Oelsnitz/Saxony and got the following German answer right now, hope your translater will be in good order.

Es handelt sich um einen Säbel für einen höheren Bergbeamten. Das Gefäß ist durchaus bekannt, sowohl von zwei Seitengewehren, wie sie für untere Beamten- und Offiziantenränge üblich waren, als auch von einem Säbel, der sich im Bestand der Städtischen Museen Zwickau befindet (leider dieser mit falscher Scheide). Interessant sind die beiden aufgelöteten Wappen mit den Jahreszahlen, die sich ja ganz offenbar auf Benutzung in Sachsen und Preußen beziehen. Da der Säbel selbst aber bereits das Kgl. Sächs. Wappen auf der Klinge trägt, muß er jünger als 1806 sein. Das Gefäß selbst ist jedoch mit früheren Klingen nachweisbar, so bei den bekannten Seitengewehren. Spätestens mit den 1830er Jahren entfielen die Griffgarnituren dieser Art zugunsten der Löwenkopf-Ausführung für die damit ausgestatteten Beamtenränge. Für die Seitengewehre lassen Sie sich noch nachweisen. Der Oberberghauptmann von Herder trug zwar noch einen Säbel mit einer ähnlichen Gestaltung des Korbes, aber hier handelte es sich um die Berginsignien im bekrönten Lorbeerkranz. Der Bügel lief allerdings schon in den Löwenkopf aus.

Es gibt noch eine Ergänzung, die den Entstehungszeitraum weiter eingrenzt: E. L. Voigt ist seit 1816 in Dresden nachweislich tätig gewesen, unter anderem als Schwertfeger am Hauptzeughaus. Die von ihm und seinem Sohn hergestellten Stücke finden sich gerade bei den Ausstattungsstücken für das Berg- und Hüttenwesen in Sachsen immer wieder. Das heißt, es sind sowohl Blankwaffen für den Erzbergbau, als auch den späteren – meist privatwirtschaftlich geführten – Steinkohlenbergbau entstanden und überliefert.

Last edited by corrado26; 6th September 2021 at 02:29 PM.
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